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KREIS -
MUSIKSCHULE BIRKENFELD E.V. |
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Lehrerkonzert in Herrstein, Wappensaal
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Trotz des strahlenden Frühlingswetters fanden zahlreiche Besucher den Weg in den Wappensaal der Verbandsgemeindeverwaltung Herrstein, um zu hören, was einige Lehrer der KMS solistisch und im Ensemble an konzertantem Können zu bieten hatten.
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Als Einstieg in die bunt gemischte Programmfolge spielte Oktavian Florut auf seiner Trompete das bekannte Evergreen „What a wonderful World“ mit dezent klingendem Dämpfer-Sound, begleitet von Rudolf Rissling am Keybord, dem Leiter der Kreismusikschule.
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Der Klavierlehrer Rüdiger Labeit hatte zwei Kompositionen des ehemaligen DDR-Star-Jazzpianisten Rainer Carell vorbereitet und „fetzte“ die sehr schweren Septakkorde und Arpeggien mit Elan und Treffsicherheit. Die chromatisch versetzten Harmonien erinnerten sehr stark an die „Rhapsodie in Blue“ von George Gershwin.
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Auch Hans Peter Bohrer hatte „Rhythm“ im Blut und interpretierte vier moderne Studien im „Jazz Stile“ von James Rae in einer Mischung aus technischer Brisanz und Pep auf seinem Altsaxophon. Je nach Charakter wurden die vier Titel beschaulich meditativ, rhythmisch – rockig – schwingend – scharf akzentuiert, durchzogen von stilechten „dirty tones“ mitreißend und faszinierend dargeboten.
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Als Kontrast zu den bisher gehörten Klängen brachte das Ehepaar Irina und Tiberius Busneag im Duo Violine-Cello kleine Formen der Klassik feinsinnig musiziert zu Gehör. Eine „Ungarese“, ein „Rondo“ und ein „Walzer“ wurden mit gepflegter Phrasierung, harmonischem Zusammenspiel sehr verinnerlicht dargeboten. Ein durch Doppelgriffspiel teilweise vierstimmig klingender „Square-Dance“ mit dem Titel „Irish Washerwoman“ beendete die meisterlich dargebotenen Darbietungen dieser beiden sympathischen Künstler.
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Die Klaviervirtuosin Nelly Mettus spielte auf dem neuen Flügel der Verbandsgemeinde „Präludium und Fuge G-Dur“ aus dem wohltemperierten Klavier von J. S. Bach, wobei das Präludium mit seinem schnellen Laufwerk sehr virtuos vorgetragen und die Fugenthemen plastisch, gekonnt, im Sinne Bachs ausgeleuchtet wurden.
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Nach diesen strengen Bachklängen präsentierten Anneliese Hanstein (Querflöte), Hans Peter Bohrer (Klarinette) und Jörg Elberling (Gitarre) südamerikanische Tanzmusik. Als gut eingespieltes Trio brachten sie drei brasilianische Tangos zu Gehör und es gelang ihnen, die Zuhörer in die eigenwillige Klangwelt dieser reizvollen Musik einzustimmen. Besonders hervorzuheben ist das anmutige Wechselspiel zwischen Flöte und Klarinette und das gefühlvolle Eingehen auf die Thematik der einzelnen Stücke.
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Als versierte Oboesolistin bewährte sich Eva Marquis mit den beiden Kompositionen „Die Grille und die Ameise“ von A. Donati nach einer Fabel von Lafontaine und einem „Pièce für Oboe und Klavier“. Hierbei erwies sich als sehr hilfreich, vor dem Spiel die Fabel zu erzählen, denn dadurch konnten sich die Zuhörer besser in die modern-skurrile Melodie hineinversetzen.
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Durch große Intervallsprünge und ungewöhnliche Tonfolgen wurden sehr hohe Anforderungen an das technische Können gestellt und es gelang der jungen Interpretin, die Gedankenwelt des Komponisten in Töne umzusetzen. Begleitet wurde sie sehr sicher und souverän von Georg Scholz.
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Als romantischer Höhepunkt dieses interessanten Konzertes erklang Chopins „Etüde c-moll“, gespielt von der Pianistin Sun Young Kang-Mäder. Makelloses Spiel, leidenschaftliche Hingabe und intuitive Interpretation machten diesen Vortrag zu einem „Ohrenschmaus“ und Kunstgenuss, der mit viel Beifall, den alle Mitwirkende erhielten, bedacht wurde.
Theo Fürst